Ásbyrgi

Ásbyrgi ist eine 3,5 Kilometer lange und 1.100 Meter breite hufeisenförmige Schlucht im Nationalpark Jökulsárgljúfur.

Dort, wo heute die bis zu hundert Meter tiefe Schlucht ist, bildete früher der Fluss Jökulsá á Fjöllum zwei Wasserläufe, die mit urgewaltigen Kräften zwei riesige Felskammern ausräumten. Dadurch blieben rechts, links und in der Mitte hohe Felswände stehen, die wie ein überdimensionales Hufeisen aussehen. Der Fluss hat sich inzwischen weiter östlich ein neues Bett gegraben.

Eine Wikinger-Legende sagt, Ásbyrgi sei ein Hufabdruck von Sleipnir, dem achtbeinigen Pferd des nordischen Göttervaters Odin. Wohl daher kommt auch der Name Ásbyrgi, der Burg der Asen (also der Götter) bedeutet.

Daneben gilt Ásbyrgi für viele als Hauptstadt der Elfen. Als „Beweis“ dafür gelten zahlreiche Birken, deren Rinde nicht schwarzweiß, sondern silbergrau ist.

Im hinteren Teil der malerischen Schlucht kommt man auf einem etwa einstündigen Rundweg am See Botnstjörn vorbei, in dem viele teils seltene Entenarten schwimmen. Ein Wasserfall ergießt sich aus großer Höhe in den Teich, allerdings versiegt er von Zeit zu Zeit. Im dichten Wald, der hauptsächlich aus Birken und Weiden, aber auch Nadelbäumen besteht, gedeihen mehr als 220 Pflanzenarten. Ein ehemaliger Tanzboden erinnert an frühere Zeiten, in denen die Leute gern einen weiten Weg auf sich nahmen, um sich bei Live-Musik zu amüsieren.

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